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Durchgeführte Weiterbildungskurse 2016

Wildrosen im Baselbiet

Der BNV bot dieses Jahr einen Wildrosenkurs an, unter der kompetenten Leitung von Michael Zemp. Am Einführungsabend lernten wir viel Spannendes. Wussten Sie z.B., dass Wildrosen zweierlei Wuchsformen zeigen: vom Hauptspross zweigen viele lange, gebogene Zweige ab, oder dies: unter dem Boden bilden sich Ausläufer, von denen die Ruten senkrecht aufsteigen. Oder das Geheimnis der Kelchblätter: (siehe Zeichnung).
Es folgten zwei Exkursionen, beide mal auf die Blauenweide wo mehrere Arten vorkommen. Die erste Exkursion fand Anfang Juni statt, als die Rosen blühten. Man muss sehr genau hinschauen: neben der Wuchsform sind die Blätter wichtig. Dunkelgrün? Glänzig oder gefurcht? Unterseits fein behaart? Mit Harz – oder gar Duftdrüsen? Dann die Form der Stacheln usw. Das war anspruchsvoll -und dazu regnete es! Die zweite Exkursion fand im September statt, wenn die Hagebutten reifen. Diesmal hatten wir Wetterglück, und ausserdem begann die Sache mit zunehmender Übung Spass zu machen. Wer am Schluss des Tages 5 oder 6 Rosenarten bestimmen konnte, freute sich bereits darauf, in den Alpen oder im Wallis weitere Arten kennenzulernen.
Für Fans noch ein kleiner Hinweis: nächstes Jahr soll es einen Weidenkurs geben, ebenfalls mit Michael Zemp!

Text & Zeichnung: Madeleine Beglinger
Foto: Katrin Blassmann

Zeichnung Rosenkurs Madeleine BeglingerRosa canina 05 K Blassmann 
Kelchblätter: 1 & 2 mit Nebenblättchen, 3 Nebenblättchen nur einseitig, 4 & 5 ohne Nebenblättchen
Verbindet man die Spitzen der Kelchblätter - den Numemrn gemäss - durch Geraden, erhält man einen fünfzackigen Stern. 

 

Nachtigall

Ein unvergesslicher Abend in der Petite Camargue Alsacienne (PCA) durften wir am 29. April dieses Jahres, mit Dr. Valentin Amrhein, Biologe und Leiter der dortigen Forschungsstation verbringen. Valentin Amrhein hat sich auf die Erforschung des Gesangs der Nachtigall spezialisiert.
Nach einer kurzen Einleitung über die Entstehung, Erweiterung und Trägerschaft der PCA bezogen wir den Beobachtungsstand „Observatoire Georges Muller 1998“ nahe am Wasser. Bereits auf dem Weg dorthin, konnten wir dem Gesang der Nachtigall lauschen und als Überraschung sahen wir junge Waldkäuze (Ästlinge) hoch oben auf einem Ast.
Trotz der fortgeschrittenen Dämmerung beobachteten wir Nutrias und einige Wasservögel. Vom Beobachtungsstand marschierten wir schon mit dem Einsatz unserer Taschenlampen zur Forschungsstation, wo uns Valentin Amrhein an seinem fundierten Wissen über die Nachtigall teilhaben lies. Er erklärte uns nebst seinen Erkenntnissen betreffend des Gesangs auch Details über das Vorgehen der Besenderung, den Einsatz der Radio-Telemetrie in Bezug auf die Umsiedlung sowie das Revierverhalten der Nachtigall.
Dieser interessante Abend wurde von Simon Hohl, Assistent von Valentin Amrhein, auf dem Rückweg durch Erläuterungen zu seiner Masterarbeit abgeschlossen.
Wir konnten noch einige kurze Momente dem Gesang der Nachtigall lauschen, bevor er wegen der wohl anhaltenden kalten Witterung gegen Mitternacht verstummte.

Text & Foto: Corinne Girard

Nachtigallen Corinne Girard

 

Spaziergänge durch naturnahe Gärten

Das Paradies im eigenen Garten schaffen – Peter Steiger weiss wie!

Ist es Zufall, dass die NZZ gerade am 14. Mai 2016 unter dem Titel „Diesseits von Eden“ schrieb: „Jeder Garten, den wir anlegen, hat seine Urgestalt wohl in jenem allerersten Garten Eden , von dem die Bibel spricht .“ Der Artikel schliesst vielversprechend ab mit dem Satz: „Eden liegt vor unseren Augen, wir müssen es nur sehen.“ Der Gartenarchitekt Peter Steiger, der die Exkursionen leitete, hat nicht nur das Auge dafür, er weiss auch, wie man kleine Paradiese herzaubert. Einen ersten solchen Garten, einen Duftgarten, können wir direkt bei der Tramendstation in Rodersdorf bestaunen. Möglicherweise waren die ersten Landschaftsgärtner die Herbivoren (Pflanzenfresser), die dem Wald und dem Dschungel Schranken setzten und freie Wiesenflächen schufen. Heute muss der Mensch die Rolle der Herbivoren übernehmen, will er eine Wiese erhalten und vor dem Überwuchern schützen. Anders als noch Eva und Adam können wir also den „Natur(nahen)garten“ nicht einfach der Natur überlassen, sondern müssen Hand anlegen, wenn wir keinen Steingarten, sondern einen lebendigen Garten schaffen und erhalten wollen, in dem wir uns mit all unseren Sinnen geborgen fühlen. Wer einen Gartenfleck zum Trockenstandort verwandeln will, muss wenigstens 30 cm tief Erde ausgraben und mit Kalksplit (ohne Ton) oder Kies auffüllen. Der Standort wird so wasserdurchlässig und nährstoffarm, ideal für eine Vielzahl von Pflanzen, die auf fetteren Wiesen der Konkurrenz unterliegen würden. Auch hält Peter Steiger es für durchaus zulässig, nichteinheimische (nichtinvasive) Pflanzen willkommen zu heissen, wenn wenigstens 70 % heimisch sind. Wieso also nicht eine Zaubernuss setzen, die im Winter ihre Blütenpracht zeigt? Ein Trick ist, die Pflanzenzusammensetzung möglichst so zu wählen, dass der Garten das ganze Jahr über Farbe zeigt, sei es mit seinen Blüten, Blättern oder Früchten. Attraktiv ist zum Beispiel auch das Rosmarin(blättrige)-Weidenröschen (Epilobium dodonaei), das auch noch im September blüht.  Oder der blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum): Er bildet eine kompakte Kugel, die auch noch im Herbst mit ihren rötlichen Blättern besonderen Charme hat. Auf der anderen Seite aber schadet es, wenn der Mensch mit der Schere versucht, Gebüsche im Schnitt zu halten und ihnen eine Form aufzuzwingen. Schneiden heisst verletzen. Gerade die Zaubernuss ist besonders schnittempfindlich. In der Regel also besser nicht schneiden, und wenn, dann ganze Äste herausnehmen. Nun ab in den Garten, zurück ins Paradies!

Text & Fotos: Hugo Kaeser

Privater Garten mit kleinem Teich Arlesheim Hugo KaeserPrivater Garten mit sehr grossem Teich in wunderbarer Umgebung Himmelried Hugo Kaeser

 

Sektionskurs "Wildgehölze incl. Wildrosen im Garten"

Wildgehölze eignen sich hervorragend für den Privatgarten und für öffentliche Grünflächen. Welche Arten passen und wie sie gepflegt werden müssen, wurde am Sektionskurs aufgezeigt.
Für einen Natur- und Vogelschützer ist klar:  in den Garten gehören einheimische und standortgerechte Sträucher, die auch unserer heimischen Fauna einen Vorteil bringen. Doch welche Arten sich dafür eignen und wie diese richtig gepflegt werden, ist in den Gartenfachbüchern nicht oder selten beschrieben. Brigitte Buser, Kursleiterin und Pflanzenschutzberaterin in einem Gartencenter, zeigte am Sektionskurs "Wildgehölze incl. Wildrosen im Garten" die Vielfalt der gartentauglichen Gehölzarten und ihre optimale Pflege auf. So sei es nicht unbedingt ratsam, Schwarzdorn (Schlehe) ohne Wurzelbarriere zu pflanzen, da er sich im Eiltempo stark über Wurzelsprosse ausbreiten kann. Im Anschluss an den theoretischen Teil, konnte man im Garten des landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain gleich das neu Gelernte in Natura anschauen. Beeindruckt hat die rund ein Dutzend Teilnehmenden die grosse Vielfalt an Wildrosen, die nicht nur anhand der Blüten, sondern auch ihrer Früchte - den Hagebutten -  bestimmt werden können.

Text: Susanne Brêchet Schönthal
Foto: Katrin Blassmann

Wildgehölze Katrin Blassmann

 

Den Ameisen auf der Spur...

Ob Hilfsameisen, Raubameisen, Kerbameisen oder Waldameisen, alle haben sie die Teilnehmenden des BNV-Ameisenkurses mit ihren Eigenheiten und spezifischen Lebensweisen fasziniert.
Brigitte Braschler, Ameisenforscherin an der Uni Basel, hat uns in einem Theorieabend und an einer Exkursion die in Baselland vorkommenden Ameisenarten eindrücklich näher gebracht.  Insbesondere ist sie auf die Interaktionen der unterschiedlichen Ameisenarten sowie ihre Wechselbeziehungen mit anderen Artengruppen eingegangen. Mit viel Humor, spannenden Erfahrungsberichten und überraschenden Ameisen-Facts hat sie uns Kursteilnehmer regelrecht in den Bann gezogen. Kennen Sie zum Beispiel die blutrote Raubameise (Raptiformica sanguinea)? Sie kann in ihrem Nest bis zu vier verschiedene Sklavenameisen-Arten halten. Dabei nutzt sie das Nest der Sklavenameise nicht nur für die eigene neue Nestgründung, nein sie raubt auch als reife Kolonie noch Puppen aus benachbarten Nestern, die dann ins eigene Nest gebracht werden. Oder kennen Sie die Gastameise (Formicoxenus nitidulus)? Die Gastameise nutzt die Infrastruktur der Waldameisennester und baut darin ihre eigenen isolierten Nestkammern auf. Aber warum wird die Gastameise von den Waldameisen toleriert? Ganz einfach, sie riecht anscheinend so schrecklich, dass sie von den Waldameisen in Ruhe oder sofort wieder fallengelassen wird. So haben wir über zahlreiche Ameisenarten etliche Eigenheiten erfahren.
Nach einem lehrreichen Theorie-Abend konnten wir dann an der Exkursion in Liestal einiges vom Gelernten live beobachten. Dank Marianne Huber, Ameisengotte bei Ameisenzeit, führte uns die Exkursion an wunderbaren Waldameisennestern vorbei, die sie uns jeweils mit Fotodokumentationen und Anekdoten über die Entwicklung der Nester vorstellte.
Herzlichen Dank an Brigitte, Marianne und Katrin für die gute Vorbereitung und Durchführung des tollen Ameisenkurses.

Text: Isabelle Glanzmann
Fotos: Katrin Blassmann

AmeiseAmeisenkurs K Blassmann

 

Sektionskurs Weihersanierung

Nachdem Arthur Rohrbach den aktuellen Zustand der Weiher in Baselland erfasst und das Weiherinventar überarbeitet hat, steht damit nun ein wertvolles Hilfsmittel für die Pflege der Weiher zur Verfügung. Je nach Zielstellung fallen Sanierungs- und Pflegearbeiten an. Die theoretischen Grundlagen und etliche Beispiele dazu wurden am Vormittag in Vorträgen präsentiert. Am Nachmittag besichtigten wir mehrere Weiher, anhand derer Pflege- und Sanierungsmassnahmen erläutert wurden. Einen grossen Dank allen Referenten  und an Pro Natura BL für die gute Zusammenarbeit bei der Kursorganisation. Allen Kursteilnehmenden wünschen wir nun  viel Erfolg bei der Weihersanierung.

Text & Fotos: Katrin Blassmann

Präsentationen:
>>Arthur Rohrbach<<
>>Markus Plattner<<
>>Petra Ramseier<<
>>Tom Wernli<<
>>Werner Götz<<

Weiherkurs K Blassmann 02Weiherkurs K Blassmann 03


Durchgeführte Weiterbildungskurse 2015

Pilze, die stillen Helfer

Pilze haben eine wichtige und vielschichtige Bedeutung im Ökosystem. In Theorie und an praktischen Beispielen in der Natur haben uns Rigobert Keller, Präsident Verein für Pilzkunde Basel und Corinne Girard in diese wundersame Welt eingeführt.

Dass die Baumbestände in unseren Wäldern ohne Pilze gar nicht existenzfähig wären und welche Aufgaben Baumpilze bei m Abbau von Altholz erfüllen, konnten wir an einem äusserst interessanten Theorieabend mit Filmvorführung erfahren.  Anhand von wunderschönen Aufnahmen konnten wir bald mal feststellen, dass diese Helfer nicht nur ästhetisch schön sein können, sondern auch unzählige wundersame, eigene Architekturen in ihren Fruchtkörpern aufweisen.  Vielseitig  sind Ihre „Arbeitsgebiete“ wie  z.B. als Versorger des Baumwuchses oder als  Abbauer von Altholz.  Ebenso waren wir beeindruckt von der Vielzahl der Arten, eingeteilt  in Gruppen wie,  Röhrenpilze, Porlinge,  Blätterpilze, Schleimpilze, Korallenpilze usw. usw….

So waren alle äusserst gespannt was uns wohl  die Exkursion am Samstag alles in Natura aufzeigen kann. Und wie waren wir beeindruckt! Gleich nach den ersten 20 m fanden wir bereits die ersten 5 Pilze: Kleiner Tintling, Hallimasch, grünblättriger Schwefelkopf, gilbender Ritterling und einen Helmling.  Wir lernten auch, dass der  Geruch der Pilze als wichtiges Indiz für die Bestimmung beigezogen wird. So schmeckt der gelbe Ritterling nach Mehl.  An weiteren Fundstellen teils am Wegrand und teils im Wald hat uns Rigo mit beeindruckender Fachkompetenz weitere 28 Exemplare bis ins Detail beschrieben und erklärt. Die Gruppe (11 Teilnehmer) war beeindruckt über die Vielfalt, die Schönheit, die Gerüche und die Eigenheit der vielen unterschiedlichen Pilzarten.  Die Register, Verzeichnisse und Bilder der Pilzbücher wurden während der Führung eifrig durchstöbert und mit den Objekten verglichen.  Wir alle sind begeistert  von der spannenden Welt der Pilze und werden wohl in nächster Zukunft die Wälder und Wiesen nur noch mit „gesenktem“ Kopf und grossem Interesse für diesen Teil der Natur durchwandern!
Rigobert Keller und Corinne Girard gebührt ein herzliches Dankeschön!

Text: Beat Schären

 

BNV Heuschreckenkurs

Faszinierende Einblicke in die „musikalische“ Welt der Heuschrecken mit den beiden Heuschreckenexperten Dieter Thommen und Daniel Zwygart

Im Sommer begleitet uns das Zirpen der Heuschrecken bei unseren Spaziergängen entlang extensiver artenreicher Wiesen. Habt ihr euch schon einmal Zeit genommen und versucht die Herkunft eines solchen „Gesangs“ zu entdecken? Diesen Sommer haben 18 interessierte Personen am BNV-Heuschreckenkurs teilgenommen. In zwei Theorieanlässen wurden die Teilnehmenden von den beiden Kursleitern in die Ökologie und Lebensweise der Heuschrecken, wie auch die Bestimmung von Heuschrecken, eingeführt. Im Rahmen von drei Exkursionen in Ziefen, Liesberg und dem ehemaligen Gelände der Badischen Bahn in Basel, gingen die Teilnehmenden hochmotiviert auf Heuschreckenjagd um anschliessend ihre Ausbeute mit der Heuschreckenbestimmungs-App oder einem Buch zu versuchen, die Art herauszufinden. Hauptgewicht lag im Kurs bei der visuellen Bestimmung, aber immer wieder machten die Kursleiter die Teilnehmenden auch auf die unterschiedlichen Gesänge der verschiedenen Arten aufmerksam. Die erste Frage bei einer unbekannten Heuschrecke: ist es eine Langfühler- oder eine Kurzfühlerschrecke? Scheint noch einfach zu sein, aber dann wird es schwieriger und die Form des Halsschilds, Flügellänge oder Medialfeld im Flügel spielen eine Rolle. Spätestens mit etwas Hilfe der beiden Heuschreckenexperten Dieter Thommen und Daniel Zwygart wurden alle gefundenen Tiere erfolgreich bestimmt. Die Teilnehmenden freuen sich schon jetzt auf die nächste Heuschreckensaison.

Text: Susanna Meyer
Zeichnung: Christian Roesti

Heuschrecke Christian Roesti

 Auf zu den Limikolen

An den drei Theorieabenden und zwei Exkursionen nahmen insgesamt 15 Limikolenfreunde teil. Das übersichtliche und gut gestaltete Skript half auch Ungeübten, die hiesigen Limikolen zu erkennen. Der Kursleiter Livio Rey erklärte uns an drei Donnerstagabenden, die wichtigen Unterscheidungsmerkmale der Limikolenarten. An jedem Abend gab es zur Wiederholung ein kleines Artenquiz, bei dem wir das neue Wissen gleich einsetzen konnten. Gespannt, ob wir das theoretisch gelernte Wissen in die Praxis umsetzen können, haben wir uns bei der ersten Exkursion am Klingnauer Stausee getroffen. Das anfänglich trübe Wetter besserte sich rasch und die Vögel waren sehr singfreudig. Neben zahlreichen Singvögeln haben wir unsere erste Limikolenart gesichtet, bei der es  galt, diese nun zu bestimmen. Es war nicht ganz einfach, aber gemeinsam sind wir auf den Bruchwasserläufer gekommen. Als zusätzliche Krönung haben uns Jugendliche auf einen Irrgast aus Amerika aufmerksam gemacht, eine  Ringschnabelente. Die Sandbänke wurden immer wieder fleissig mit dem Feldstecher nach weiteren Watvögeln abgesucht. Mit acht verschiedenen Limikolenarten von insgesamt 64, die wir beobachten durften, gingen wir müde, aber sehr zufrieden nach Hause. Die zweite Exkursion führte uns an den Genfersee. Bei strahlendem Sonnenschein, aber hohem Wasserstand konnten wir einen Flussuferläufer beobachten. Auch ein Austernfischer zeigte sich uns. Der zweite Teil der Exkursion konnte leider nicht stattfinden, wegen des hohen Wasserstandes am Neuenburgersee. Mit vielen Eindrücken und neuem Wissen bedanken wir uns ganz herzlich bei Katrin Blassman für die gute Organisation des Kurses und bei Livio Rey für die interessanten Theorieabende und die lehrreichen Exkursionen.

Text: Melanie Sachs

 

Buntbrachen – Exkursion in Wenslingen 

Was macht es aus, dass wir eine Landschaft als schön empfinden? Wenslingen als Beispiel einer solchen Landschaft. Verdichtetes Bauen innerhalb Bauzonen, Intensivlandwirtschaft im Kulturland: Der Boden ist rar und wird intensiv genutzt. Umso wichtiger sind daher die Aussenraumgestaltung im überbauten Gebiet und die Förderung vielseitiger und verschiedenartiger Lebensräume für Pflanzen und Tiere geworden.  Wenslingen ist ein Beispiel für einen Ort, wo das Landschaftsbild einen anspricht und – auch bei Regenwetter... – erholsam guttut. An einem Bach, der erst kürzlich freigelegt worden ist, verlaufen 4 bis 5 m breite Uferstreifen, die alternierend nur alle zwei Jahre gemäht werden. Es hat Gebüsche, Steinhaufen, hohes ungemähtes Gras, einen Teich. Rauchschwalben suchen am Boden nach Insekten; am Bach wächst die wasserliebende Kohldistel. Die nicht allzu grossen Landwirtschaftsflächen sind mit Hecken und Buntbrachen abgegrenzt. Die Buntbrachen, die Philipp Franke uns näher gezeigt hat, sind 10 bis 25 m breite Streifen im Kulturland, wo einheimische Pflanzen ausgesät werden. Sie bieten einen Lebensraum für weitere Pflanzen und Tiere, die sich dort „spontan einfinden“, und werten das Landschaftsbild ästhetisch auf.  Damit nicht die Ackerkratzdistel mit ihren Wurzelausläufern und die Blacke (Rumex obtusifolius) zum Problem werden, wird in der Regel alle 2 bis 8 Jahre eine neue Buntbrache an einem anderen Ort angelegt. Auf alten Brachen ist vor allem das Schnürligras (Kriechende Quecke: Die Ährchen liegen mit der Breitseite der Ährenachse an) aufgefallen. Es vermehrt sich ebenfalls erfolgreich vegetativ mit Wurzelausläufern, ist robust und daher auch nicht gern gesehen. – Ebenfalls der Vogelwelt gefällt Wenslingen: Am Weiher probt der Teichrohrsänger mit Ausdauer seinen Gesang, hoch in den Lüften trillert unablässig die Feldlerche. Auch Dorngrasmücke und Schwarzkehlchen haben sich gezeigt und ihr musikalisches Können bewiesen.

Text: Hugo Kaeser

 

Kurs «GeoView BL» 

Der Kurs «Nutzung der digitalen Karten des Kantons Baselland» ist auf so grosses Interesse gestossen, dass wir einen zusätzlichen Kurs organisieren durften. Das hat das Leitungsteam besonders gefreut! Über dreissig Teilnehmende haben in drei Stunden, unter der Fachleitung von Ruth Albrecht (GIS Fachstelle Kanton BL), einen umfassenden Überblick über das Produkt GeoView BL (geoview.bl.ch) der Kantonalen Verwaltung Baselland bekommen. In einem ersten theoretischen Teil wurden die verschiedenen Funktionalitäten zuerst erklärt und anschliessend demonstriert. Im zweiten Teil blieb den Teilnehmenden genügend Zeit, selber am PC zu üben. Anhand der vorgeschlagenen Übungen wurden fleissig Karten erstellt, Luftbilder angeschaut, Adressen und Grundstücke gesucht, verschiedene Themen dargestellt und ausgiebig «herumgespielt», das heisst, das Programm ausprobiert: Probieren geht über Studieren! Dank der Unterstützung von Fabio di Pietro und Ursula Monzeglio, beide von der GIS-Fachstelle des Kantons, konnten die verschiedensten Fragen und Anliegen der Teilnehmenden beantwortet werden. Ich hoffe, dass nach dieser Einführung im GeoView BL der Umgang mit geografischen Daten eine wertvolle Ergänzung wird sowohl für private als auch für naturschützende Zwecke. Den Teilnehmenden sowie Ruth Albrecht und Fabio di Pietro gebührt ein herzliches Dankeschön!

Text: Ursula Monzeglio


 

Durchgeführte Weiterbildungskurse 2014

Pflanzenbestimmung anhand der vegetativen Merkmale

Wer schon einmal versucht hat, Pflanzen mithilfe eines Bestimmungsbuches zu erkennen, wird vielleicht festgestellt haben, welch grosse Rolle die Blüten im Bestimmungsschlüssel spielen. Da Pflanzen in der überwiegenden Vegetationszeit aber keine Blüten zeigen, erschwert dies häufig deren Bestimmung.Das Buch „Flora Vegetativa“ kann in diesem Moment weiterhelfen.Bei der Exkursion, die mit 20 Teilnehmern am 29. März 2014 in Liestal am Orisbach stattfand, haben wir dieses Buch angewendet und Pflanzen anhand ihrer vegetativen Merkmale bestimmt. Wir haben dabei vor allem auf Grösse, Form, Farbe, Behaarung und Muster, aber auch auf den Duft und den Milchsaft von Stängeln und Blättern geachtet. Beim genauen Anschauen eigentlich bekannter Pflanzen sind so manchen Exkursionsteilnehmern Eigenheiten aufgefallen, auf die sie sonst noch nicht geachtet hatten, zum Beispiel die feine Behaarung beim Sauerklee oder die Sternhaare auf den Blättern einer Königskerze – auch dies ein schönes Exkursionsergebnis.

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Ich danke allen Exkursionsteilnehmern ganz herzlich für ihr Interesse, die aktive Beteiligung und die Rückmeldungen zum verwendeten Buch, der „Flora Vegetativa“, sowie zur Exkursion selbst.

Text & Foto: Katrin Blassmann

 

Pflanzengesellschaften – Exkursion in die Tugmatt

Um eine Übersicht über die Vielfältigkeit der Pflanzen in einem Wald mit seinen charakteristischen Eigenschaften (Klima, Bodenbeschaffenheit, Sonneneinstrahlung usw.) zu bekommen, werden die typisch vorkommenden Pflanzen zu Waldgesellschaften zusammengefasst. Auf unserer diesjährigen Exkursion über die Sichteren (Liestal) in die Tugmatt hat uns Heidi Polt mehrere solcher Waldgesellschaften gezeigt. Der Aronstab-Buchenw

Der Aronstab-Buchenwald (Aro-Fagetum) ist basisch, feucht und tiefgründig. Wir finden ihn in Hangfuss- und Tallagen, wohin etliche Nährstoffe abgeschwemmt werden. Den wechseltrockenen Lungenkraut-/Platterbsen-Buchenwald (Pulmonario-/ Lathyro-Fagetum melittetosum, Carex flacca Variante) finden wir an flachen und steilen Hängen, wo die Gründigkeit mittel bis gering ist. Der eigentliche Weissseggen-Buchenwald (Carici albae-Fagetum) ist ein lichter besonnter Hangbuchenwald, der skelettreich ist und rasch austrocknet. Der Waldmeisterbuchenwald (Asperulo-Fagetum), der Linden-Zahnwurz-Buchenwald (Schluchtwald) und der Bacheschenwald (Carici remotae-Fraxinetum) sind weitere Gebiete, die wir durchstreift haben. Das Ziel, die Tugmatt, war so nur eine Etappe auf dem ganzen Weg. Ganz herzlichen Dank an Heidi Polt, die uns all dies – und vieles mehr – vorstellte.

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Text: Hugo Käser

 

„Little Brown Birds“ LBB

Grasmücken, Laubsänger, Schwirle, Spötter und Rohrsänger machen es dem Beobachter meist nicht leicht. Um diese Herausforderung zu erleichtern, fand am 8. und 15. Mai in Liestal ein Weiterbildungskurs zu den berühmt-berüchtigten „kleinen braunen Vögeln“ statt.

Mit grossem Interesse folgten rund 45 TeilnehmerInnen den didaktisch geschickt aufgebauten Erklärungen und Beschreibungen von Nicolas Martinez. Als „Little Brown Birds“ (LBB)wurden im Wesentlichen die Arten aus der Familie der Sylviidae (Grasmückenartige) thematisiert, welche in Europa 6 Gattungen umfasst.

Als erster Schritt wurde eine Auslegeordnung der „Haupt“-Bestimmungsmerkmale dieser Familie - Schnabel, Beine, Auge, Kopfform - dargestellt. Anschliessend folgte eine Erklärung zu den „Neben“-Merkmalen, wie zum Beispiel die Gefiederausprägungen. Wertvolle Zusatzhinweise erhielten wir durch die Darstellung und Besprechung der Rufe und Gesänge, der Lebensräume und des Zugverhaltens. Alle diese Bestimmungsmerkmale wurden mit tollen Fotos, Präparaten und Tonaufnahmen untermauert. Als wertvolle Ergänzung bekamen alle Teilnehmer eine elektronische Dokumentation.

Kurz nach diesem Kurs verbrachte ich ferienhalber eine Woche im Biosphärenreservat der Mittelelbe, einem fast unberührt gebliebenen, grossen und sehr vogelreichen Fluss- und Auengebiet im Raum Wittenberge-Dömitz. Dank den erlernten Bestimmungshilfen konnte ich Teich- und Sumpfrohrsänger, Drosselrohrsänger, Gelbspötter und diversen Grasmückenarten sicher identifizieren.

Text: Brigitte Meister

«Käfer – die heimlichen Herrscher der Welt»

Im Verein «Käfer für Basel» kam der Wunsch auf, in einem Kurs Einblick in die Vielfalt der Käfer zu erhalten. Zur Freude des Vereins bot sich der BNV als Plattform an. Das Thema stiess auf grosses Echo, es meldeten sich 30 Interessierte für den fünfteiligen Kurs an.

Zwei Theorie-Abende, eine Exkursion, ein Workshop und eine Führung in den Käfersammlungen des Naturhistorischen Museums Basel standen auf dem Programm. Eva Sprecher, Matthias Borer und Isabelle Zürcher entführten die Teilnehmenden in die wunderbare Welt der Sechsbeiner. Teil 1 widmete sich der Anatomie und Systematik, Teil 2 der Biologie und Ökologie der Käfer. Auf der Exkursion in der Arlesheimer Ermitage entdeckten wir verschiedene Käfer, fingen sie mit einem Fangnetz ein und betrachteten sie. Im Workshop konnten alle lernen, welches die Merkmale der wichtigsten Käferfamilien sind. Anschliessend konnten sie selber ein paar Käfer bestimmen. Ein Besuch im neuen externen Lager des Naturhistorischen Museums rundete das Programm ab. Dort sind die Sammlungen mit Millionen von Käfern in allen erdenklichen Farben und Formen untergebracht und nach neusten konservatorischen Erkenntnissen aufbewahrt. Die bunten exotischen Käfer beeindruckten die staunenden Betrachter.

Das Ziel des Kurses war, den Teilnehmenden die Käfer näher zu bringen und Staunen und Bewunderung zu wecken, aber auch sie zu befähigen, die wichtigsten Familien zu erkennen und ein paar häufige Arten ansprechen zu können. Das Leiterteam hofft, dass ihm das gelungen ist.

Text: Eva Sprecher


 

Durchgeführte Kurse 2013

Pflanzen im Moor – Ganztägige botanische Exkursion

Das Salwideli gehört zur «UNESCO Biosphäre Entlebuch»; dieses umfasst das grösste Moorgebiet der Schweiz und eine Karstlandschaft mit über 250 Höhlen. Die Exkursionsleiterin, Frau Flurina Schnider, zeigte uns die Flach- und Hochmoore. Während Flachmoore wie eine grosse Wiese aussehen, machen Bülten und Schlenken das Hochmoor zur Hügellandschaft. Die Bergföhre, die sich der Konkurrenz anderer Bäume entzieht, ist nicht nur an extrem trockenen Orten, sondern auch hier im Hochmoor zu finden, wo sie ihre Füsse im sauren Dauernass badet. In diesem sauren, nassen und sauerstoffarmen Biotop schaffen es nur spezialisierte Pflanzen zu überleben. Gefunden haben wir zum Beispiel das Alpenfettblatt (weiss) und den rundblättrigen Sonnentau, beides fleischfressende Pflanzen, die Rosmarinheide, das scheidige Wollgras (einköpfig), das – wie das schmalblättrige Wollgras (mehrköpfig) – nur auf sauren Böden vorkommt, das Waldmoor-Läusekraut, Heidelbeeren und Moorbeeren (Rauschbeeren), Rippenfarn, die rasige Haarbinse, die (zweihäusige) Davalls Segge und natürlich viel Torfmoos (Sphagnum), welches in der Tiefe wegen Luftabschluss abstirbt, sich aber nur unvollständig zersetzt, so dass Torf entstehen kann. Wer mithelfen will, die schönen Moorlandschaften zu erhalten, kauft Blumenerde mit der Aufschrift «ohne Torf».

Text: Hugo Käser

 

Greifvogelkurs

Die in der Schweiz brütenden Greifvögel wurden von Marc Kéry vorgestellt bezüglich Biologie, Lebensweise, Bestand, Verbreitung und Schutz. Anschliessend bestimmten wir 26 Teilnehmenden die in der Schweiz regelmässig vorkommenden Durchzügler und Wintergäste anhand von Bildern. Ein Woche später traf sich der Kurs mit dem Greifvogelspezialist Thierry Spenlehauer in seinem Beobachtungsgebiet «Uf der Egg».

Seit 21 Jahren werden hier von Mitte Juli bis Mitte November die durchziehenden Greifvögel beobachtet, bestimmt und gezählt. Ende September ist jeweils der Höhepunkt des Herbstzuges. Trotz des Bodennebels hofften nun auch wir, Durchzieher zu entdecken. Zu unserer Überraschung war die erste Beobachtung ein Fischadler – ostwärts ziehend. Hatte ihn der Nebel falsch geleitet?

Der Nebel lichtete sich zum Teil aus, was die Bestimmung der durchziehenden Vögel oft schwierig machte. Wir konnten aber eindeutig je eine Rohrweihe und Sperber, neun Rotmilane, viele Turmfalken und mehrere Mäusebussarde identifizieren, Ringeltauben und etwa 80 Kormorane. Ausserdem beobachteten wir Rauchschwalben, Brachvogel, Hohltaube, Heidelerche, Goldammer, Singdrossel und viele Wacholderdrosseln; Kiebitz, Stare, Bachstelzen, Graureiher, Dohlen, Buchfinken und Rabenkrähen ergänzten die Artenliste.

Text : Andrea Capol und Lisbeth Lerch

 

Heckenkurs

Mit 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war der Kurs nicht nur mengenmässig gut besetzt, sondern durch die Teilnahme von Landwirten, Landschaftsgärtner, Werkhofmitarbeiter usw. war auch viel Fachwissen vorhanden, so dass man gegenseitig voneinander profitieren konnte. In der ersten Theorie lernten wir die wichtigsten Heckenpflanzen kennen und deren Wert für Tiere, den ökologischen Wert der unterschiedlichen Heckentypen sowie Vor- und Nachteile für den Landwirt. Als Ergänzung zu den Power Point Präsentationen erhielt jeder Teilnehmer eine eigens für den Kurs verfasste Broschüre, die auch später noch als Nachschlagwerk dient und die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst.

In der ersten Exkursion ging es darum, die typischen Heckenpflanzen sicher zu bestimmen. Wenn ein Speierling Früchte trägt, ist es leicht, ihn als solchen zu bestimmen und ihn nicht mit einer Vogelbeere zu verwechseln. So gesehen war es gut, dass sich der Kurs fast über das ganze Jahr erstreckte; so lernten wir auch wie man Sträucher und Bäume anhand von Knospen, Blüten, Blätter, Rinde und Früchte zu jeder Jahreszeit sicher bestimmen kann. Was am Anfang fast unmöglich erschien wurde leichter, wenn man einmal die feinen Unterschiede kannte, für die in den knapp gehaltenen Bestimmungsbüchern oft kein Platz ist. Hat der Baum weder Blätter noch Früchte und man ist nicht sicher ob es jetzt ein Speierling oder ein Vogelbeerbaum ist, so kann man die beiden Arten aufgrund der Knospen zuverlässig unterscheiden. Die Knospe des Speierlings ist grünlich und klebrig, so dass sie an den Fingern kleben bleibt, wenn man sie berührt, während die Knospe der Vogelbeere braun und behaart ist, also nicht klebt.

Endknospe Speierling Endknospe Vogelbeere

Vergleich der Blattknospen des Speierlings (links)

und der Vogelbeere (rechts)

In der zweiten Theorie ging es darum, wie man Hecken pflegt und dabei den unterschied-lichen Bedürfnissen der Pflanzen gerecht wird. Was setzt man auf Stock, welche Arten muss man freistellen und welche Schnittarten werden wo angewendet: Verjüngen, Auslichten, Quirl Schnitt, Aufasten, Schneiteln usw. Ein Krautsaum ist für jede naturnahe Hecke unabdingbar. Zusätzlich kann der Wert einer Hecke durch Kleinstrukturen wie Asthaufen, Totholz, Steinhaufen usw. erheblich gesteigert werden. Auch auf die Planung von Hecken wurde eingegangen.

An der zweiten Exkursion stellten wir fest, dass Sträucher welche im Mai leicht anzusprechen, im September plötzlich schwieriger zu bestimmen waren und umgekehrt. In kleinen Gruppen übten wir die Beurteilung einer Hecke in punkto Pflege. Jede Gruppe bekam einen Heckenabschnitt zugeteilt, musste beurteilen und den anderen erklären, warum sie was wie schneiden und was sie stehen lassen würden.

Höhepunkt des Heckenkurses war die praktische Heckenpflege. Ausgerüstet mit Sicherheitsschuhen, Schnittschutzhosen, Helm und Motorsägen machten wir uns an die Arbeit. Wie die Ausrüstung zeigt, war Sicherheit oberstes Gebot. Erfreulich war auch der Frauenanteil, der an dieser Aktion mitwirkten. Während der Anteil bei solchen Aktionen in den Sektionen oft unter 10% liegt, waren hier rund 1/3 Frauen im Einsatz und packten mächtig z u, ja zwei waren gar in der Lage eine Motorsäge zu bedienen. Jetzt sollte sich zeigen, dass wir in der Artenkenntnis sattelfest waren und nicht versehentlich eine seltene und wertvolle Heckenpflanze der Motorsäge zum Opfer fällt.

 

 

so sah es am Mittag aus

Einsammeln und Aufschichten der abgesägten Äste

Das ganze musste gut organisiert sein: Einige sägten, andere transportierten Äste ab und lagerten sie geordnet in einer Linie, so dass das Schnittgut später auch rasch und problemlos dem Häcksler zugeführt werden konnte. Wiederum andere arbeiteten mit der Astschere, einer Heckenschere oder mit einem Spezialwerkzeug zum Ausreissen von Wurzelbruten. Zum einen war das schöne Wetter verantwortlich, dass wir zügig vorankamen, zum andern die vielen Hilfsmittel die zur Verfügung standen, unter anderem 8 Motorsägen, und nicht zuletzt auch der Einsatz aller Beteiligten, so dass wir bis am Mittag mit den Sägearbeiten der rund 200 m langen Hecke fertig waren. Ganz nach dem Motto motivierte Mitarbeiter sind bessere Mitarbeiter, gab es ein Znüni und eine warme Gulaschsuppe zum Mittagessen.

Das Häckseln war gut organisiert, und das aufgeschichtete Holz verschwand zügig im Rachen des Häckslers. Gegen das Ende der Hecke war der Anhänger mir rund 15 m3 gehäckseltem Schnittgut übervoll, so dass die restlichen 3 m3 noch in der Hecke verteilt werden mussten. Auch das Pflanzen will gelernt sein und so pflanzten wir zum Schluss noch einen Speierling.

Ein Speierling war es auch, der uns vor Augen hielt, wie wichtig eine regelmässige, fachgerechte Pflege einer Hecke ist. Vor 15 Jahren wurde diese Hecke gepflanzt, unter anderem auch mehrere Speierlinge. Einer blieb übrig; er wurde gross und stattlich mit einem Stammdurchmesser von 18 cm, einer Höhe von 9 m und reich an Früchten. Beim Rückschnitt des Schwarzdorns - dieser darf nie tiefer als knietief geschnitten werden, um Wurzelbruten zu vermeiden - stiessen wir auf eine dünnes (ca. 2 cm Ø), etwa 3 m hohes Bäumchen, welches an seiner Spitze noch ein paar Blätter trug; es war ein Speierling. Hätte man beim Pflanzen nicht ein Gitter um das Stämmchen gelegt, wäre er wohl der Motorsäge zum Opfer gefallen, denn auch bei guten Kenntnissen, fällt ein einzelnes kleines Stämmchen im Dickicht des Schwarzdorns nicht auf. Dies, ein eindrücklicher Fingerzeig, dass gewisse Arten von Konkurrenten verdrängt werden und verkümmern, wenn man eine Hecke nicht regelmässig und fachgerecht pflegt. Auch macht es Sinn, wenn man wertvolle Pflanzen, wie Beispiel zeigt, mit Gitter zusätzlich kennzeichnet und schützt, bis sie genügend Höhe erreicht haben, denn oft pflegen nicht die gleichen Leute eine Hecke, die sie auch gepflanzt haben.

Vielen Dank an Fabian Meyer, der uns fachlich kompetent durch den Kurs geführt hat, den verschiedenen Exkursionsleitern, Stephan Gutzwiller, dessen Hecken wir mit ihm zusammen pflegen durften, sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die so aktiv am Kurs mitgewirkt haben.

MG 7485 Die Teilnehmer des Heckenkurses

Fotos & Text: Andrea Capol

 

Wirbellose Kleintiere am Röserenbach

Aufgrund ungenügender Teilnehmerzahl konnte der angebotene Kurs nicht durchgeführt werden.

 

 

Durchgeführte Kurse 2012

 

Was heisst Raumplanung? Wo steht dabei der Naturschutzverein?

Ein Bericht zum durchgeführten Kurs findet sich im Bulletin 3/2012 auf der Seite 9.

 

Vogelstimmen

Ein Bericht zum durchgeführten Kurs findet sich im Bulletin 3/2012 auf der Seite 8.

 

Farne – ganztägige botanische Exkursion

Ein Bericht zum durchgeführten Kurs findet sich im Bulletin 3/2012 auf der Seite 8.

 

Untersuchung von Eulengewöllen

Ein Bericht zum durchgeführten Kurs findet sich im Bulletin 1/2013 auf der Seite 3.

 

Reptilienkurs der karch

Durchgeführt wurde der Kurs von der Koordinationsstelle für Amphibien und Reptilien Schweiz (karch). Ein Bericht zum Kurs findet sich im Bulletin 4/2012 auf der Seite 8.

Einführungskurs in unsere Vogelwelt

Durchgeführt wurde der Kurs durch die Natur- und Vogelschutzvereine Münchenstein, Arlesheim und Dornach. Ein Bericht dazu findet sich im Bulletin 3/2012 auf der Seite 6.

 


 

Kurse 2011

 

Vernetzte Vielfalt – Kurse zur neuen Kampagne

Kampagnentag

Zum Start unserer neuen Kampagne «Vernetzte Vielfalt – Biodiversität stärken in Baselland und Solothurn» luden die beiden Kantonalverbände zu einem Einführungs- und Weiterbildungstag ein. Den Bericht dazu finden sie unter "Aktuelles/bulletin 2/2011" auf Seite 3. 


Unsere Spechte

Der Schwarzspecht ist Vogel des Jahres und Schwerpunkt in unserem Kampagnenjahr 2011. Dazu wurde ein Kurs zu unseren einheimischen Spechten angeboten. Den Bericht finden Sie im Maibulletin 2/2011 unter "Aktuelles/bulletin" auf Seite 9.


Libellenkurs

Bei schönstem Postkartenwetter starteten wir unsere erste Exkursion in die Zurlindengrube zum Thema Libellen. Zuerst liessen wir uns von der reichen Flora und Fauna in Bann ziehen: z.B: von Seggen und Binsen, vom Gesang zweier Klappergrasmücken, Teich- und Sumpfrohrsänger, von Schmetterlingen, Bergmolch und einer Mauereidechse; Frösche quakten, Bienen summten – es war schlicht überwältigend.
Nach diesen ersten Eindrücken machten wir uns konzentriert an die Arbeit. Unter kundiger Leitung von Daniel Küry erfuhren wir viel über die hier vorkommenden Libellen. Einige konnten wir auch fangen und dann wortwörtlich unter die Lupe nehmen. Einige Arten beobachteten wir bei der Ei-Ablage, ein Paarungsrad wurde gesehen und eine grosse Königslibelle erbeutete gerade eine Blauflügel Prachtlibelle.
Die zweite Exkursion in die Herzogenmatt bescherte uns bei schönem, warmem Wetter, einige interessante Beobachtungen. Insgesamt konnten wir 10 verschiedene Libellenarten beobachten. Auch Libellenlarven wurden beobachtet. Wir entnahmen eine Probe aus dem Teich und konnten in einem Behälter allerlei Kleingetier entdecken. Der Kammmolch war zwar ein Highlight, verschlang aber gerade eine Libellenlarve, die wir näher betrachten wollten. Nicht alle Libellen sind aus der Ferne sicher zu bestimmen. Deshalb haben wir Libellen gefangen, um sie aus nächster Nähe mit der Lupe genauer betrachten zu können und um die Subtilmerkmale zu erkennen. 
An dieser Stelle herzlichen Dank an Daniel Küry, der uns einen intensiven und interessanten Einblick in die Welt der Libellen vermittelt hat.

Andrea Capol

Lebensräume


Zu diesem Thema wurde ein zweiteiliger Kurs angeboten. 'Informationsbeschaffung in der Naturschutzarbeit' und vom 'Papier zur Praxis? Den Bericht dazu finden Sie im Septemberbulletin 3/2011 auf Seite 9 in der Homepage unter "Aktuelles/bulletin".

Seggen und Binsen


Die Exkursionsleitungung unter HansJörg Müller und Heidi Polt verstand es bestens, den Zugang zu Seggen und Gräser zu geben. Den Bericht dazu finden Sie im Septemberbulletin 3/2011 auf Seite 9 in der Homepage unter "Aktuelles/bulletin".

Ornithologischer Schnupperkurs

Der BNV bot für Anfängerinnen und Anfänger einen Schnupperkurs 'Ornithologie' an, bestehend aus einem Theorieabend und zwei Exkursionen. Den Bericht dazu finden Sie im Maibulletin 2/2011 auf Seite 9 in der Homepage unter "Aktuelles/bulletin".

 


Kurse 2010

 

Nester und Eier

Den Bericht über den im November 2010 stattgefunden Kurs finden Sie im Märzbulletin unter "Aktuelles/bulletin 1/2011" auf Seite 8.

 

Tagfalter im Baselbiet – Theorie und Exkursionen

Den Bericht vom Kurs, durchgeführt im Sommer 2010, finden Sie im Mitteilungsblatt 3/2010 unter "Aktuelles/bulletin" auf Seite 9.

 

Gräser – Theorie und Exkursion

HansJörg Müller zeigte an einem Theorieabend, wie die Süssgräser aufgebaut sind und wie die Arten mit dem Bestimmungsschlüssel bestimmt werden können. Am folgenden Tag, dem 22. Mai 2010, ging’s hinaus ins Feld. Beim Talhaus in Bubendorf stehen gleich drei Wiesentypen in nächster Nachbarbarschaft:

  • die Kunstwiese, die zwar üppig gedeiht, aber nur wenige Arten aufweist,
  • die Talfettwiese (Fromentalwiese), in der wir nebst der Zeigerart Fromental (Glatthafer) viele weitere Gräser gefunden haben: Rohr- und Wiesenschwingel, Wolliges Honiggras, Wiesen- und Gemeines Rispengras, Goldhafer, Flaum-Wiesenhafer, Gersten-Trespe,
  • der Trespentrockenrasen, dem die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) den Namen gegeben hat.

Viele Gräser haben wir auch im Wald gefunden: Wald-Zwenke (die an den Knoten und Blattscheiden wollig behaart ist), Ästige Trepse (deren Blattscheide steif abstehend behaart ist und sich so leicht von der Benekens Trespe unterscheiden lässt), Hainrispengras.
Hugo Kaeser

 

Möwenbestimmung – Theorieabend

Den Bericht vom Theorieabend mit Paul Mosmann finden Sie unter "Aktuelles/bulletin im Mittteilungsblatt 2/2010 auf Seite 9.

 


Durchgeführte Kurse 2009

 

Ökologischer Ausgleich - Theorie und Exkursion

Den Bericht finden Sie unter "Aktuelles/bulletin" im Mitteilungsblatt 4/209 auf Seite 7.

Bergvogelexkursion

Den Bericht finden Sie unter "Aktuelles/bulletin" im Mitteilungsblatt 3/2009 auf Seite 4


Mittelwald – Wiederbelebung einer alten Waldbewirtschaftungsform

Den Bericht finden Sie unter "Aktuelles/bulletin" im Mitteilungsblatt 3/2009 auf Seite 4.

 

Grundkurs Fische – 3 Theorien und 3 Exkursionen

Den Bericht finden Sie unter "Aktuelles/bulletin" im Mitteilungsblatt 3/2009 auf Seite 4.


BNV-Fischkurs 2009

Die einheimischen Fische lassen sich im Zolli gut beobachten.


Elektrobefischung in Brüglingen: die Zusammenarbeit beider Basel im Bach klappt hervorragend. Daniel Zopfi BL und Hans-Peter Jermann BS untersuchen die Fischgesellschaft in Brüglingen.


Die FIPAL zeigte den Kursteilnehmenden die für kurze Zeit im Aquarium gehaltenen Birsfische.


Kurse 2008

 

Greifvogelzug-Exkursion

Datum/Zeit
Samstag, 13. September 08, 14.35 Uhr (Ausweichdatum bei schlechter Witterung: 20. September 2008)

Ort

Wolschwiller, Treffpunkt Rodersdorf, Endstation Tram Nr. 10, ab Bahnhof Basel SBB 13.54 Uhr

Greifvögel im Flug zu bestimmen ist nicht einfach. Unter fachkundiger Leitung können wir uns in der Bestimmung dieser Vögel üben. Für einmal wählen wir dazu das elsässische Wolschwiller nahe der Schweizer Grenze. Hier kann auf einer Anhöhe der Greifvogelzug gut beobachtet werden.

Bei der Anmeldung bitte angeben, ob eine Mitfahrgelegenheit ab Rodersdorf erwünscht ist, oder ob man freie Plätze im eigenen Auto anbieten kann.

Leitung
Alex Labhardt, Biologe, Rodersdorf

Mitnehmen
Feldstecher, Fernrohr (falls vorhanden), Bestimmungsbuch
Kosten 10.– Fr. (zu bezahlen an der Exkursion)
Anmeldung bis spätestens 31. August bei Céline Ernst: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Teilnehmerzahl ist begrenzt)


Wanderfalke; Foto Claude Nardin


Pilzkurs – 3 Exkursionen

im Herbst 2008

Zu Beginn des zweiteiligen Kurses warnte uns der Pilzkontrolleur Hans Thommen aus Ziefen, es gäbe diesen Herbst nur wenige Pilze zu finden. Trotzdem: während dem Durchstreifen des Waldstückes oberhalb Giebenach und drei Wochen später auf dem Gelterkinderberg wanderten eine ganze Palette von verschiedenen Pilzarten, darunter auch essbare Pilze, in die mitgebrachten Körbe. Anhand dieser Pilze führte uns Hans Thommen in die Geheimnisse der Mykologie, der Pilzkunde, ein.
Mit dem Begriff «Pilz» werden normalerweise nur die für uns sichtbaren Fruchtkörper bezeichnet. Was für den Apfel der Baum, ist für den Pilz das Mycel im Boden. Es durchzieht den Boden mit feinen dünnen Fäden in alle Richtungen. So wurde vor nicht langer Zeit der bisher grösste vorkommende Pilz gefunden, ein Hallimasch mit fast unglaublichen Ausmassen: ein Mycel von 5 ha, ein Alter von 1500 Jahren und ein Gewicht von 10 Tonnen! Es ist damit der grösste vorkommende Organismus. Bleibt das Mycel ohne Fruchtkörper, so kann es nur schwer bestimmt werden. Die Fruchtkörper haben die Aufgabe, Sporen zu erzeugen und zur Vermehrung beizutragen. Pilze spielen im biologischen Kreislauf der Natur eine sehr wichtige Rolle. Unter anderem wird pflanzliches und tierisches Material abgebaut und in Humus umgewandelt. So sind sie denn ein wichtiger Bestandteil des Waldökosystems.

Wir lernten verschiedene Pilzarten kennen, giftige und ungiftige. Den ersten Pilz, den uns Hans Thommen vorstellte, war der Knollenblätterpilz. Anhand eines wunderschönen Exemplars zeigte er uns die zur Bestimmung wichtigen Merkmale: die Knolle, aus der der Pilz sich entfaltet und die hautartige Manschette. Für eine tödliche Dosis reichen 50 Gramm. Anders beim Fliegenpilz: auch er gehört zur selben Familie, seine Giftstoffe sind für einen gesunden Menschen jedoch nicht tödlich.

Für grossartige Gerichte reichte die Pilzernte nicht, aber der Kurs hat Appetit auf mehr gemacht. Herzlichen Dank an Hans Thommen für sein Fachwissen, seinen Humor und die spannenden Geschichten rund um die Pilze!
Suzanne Oberer-Kundert




 

 

"Im Wald"; Foto Simon Keller

Bestimmungskurs – Limikolen

Ziel des Kurses
Die häufigsten der in der Schweiz zu beobachtenden Limikolenarten bestimmen können.

Teilnehmende
Alle Interessierten, die schon ein Grundwissen über Limikolen besitzen.

Anlässe

Eine Theoriestunde und zwei Exkursionen.
Es kann nur der ganze Kurs oder die Theorie alleine besucht werden.

Theorie
Dienstag, 11. März 2008, 19.30 Uhr, Schützenstube Liestal, 1.Stock.

Exkursionen
Sonntag, 27. April und Sonntag, 31. August 2008, die Orte werden kurzfristig bekannt gegeben.

Referent
Manuel Schweizer, Bern

Kurskosten
Die Kosten sind in der Theoriestunde zu bezahlen:
Nur Theorie: Fr. 10.- für Mitglieder des BNV / Fr. 15.- für Nichtmitglieder
Ganzer Kurs: Fr. 50.- für Mitglieder des / Fr. 70.- für Nichtmitglieder
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt!

Anmeldeschluss
15. Januar 2008

Anmeldung
Anmeldung schriftlich mit Angaben über Namen, Adresse, inkl. E-Mail oder Telefonnummer, Mitgliedschaft bei welcher Sektion, Teilnahme am ganzen Kurs oder nur Theorie an:
Barbara Mächler, Dachsweg 2, 4410 Liestal, 061 901 32 51,
E-Mail: barbara.maechler(at)bnv.ch
Es werden keine Kursbestätigungen verschickt. Falls der Kurs nicht zustande kommt, erhalten Sie eine Mitteilung.

Planung/Koordination
Barbara Mächler

Einführungskurs Schnecken

An 10 Anlässen erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in die Welt der Schnecken. Wir liessen uns faszinieren von der Formenvielfalt der Gehäuse, von der Lebensweise der Schnecken und erfuhren auch viel Spannendes aus der Forschung. Auf den Exkursionen suchten wir an Baumstämmen, unter Laub und totem Holz oder an Wasserpflanzen nach den Tieren und bestimmten sie – von der Gemeinen Punktschnecke, mit 1.5 mm die kleinste, bis zur Weinbergschnecke, der grössten. Dabei hat uns der Kursleiter Christoph Oberer mit seinem Virus angesteckt: der Begeisterung für die Schnecken.

 

Schneckenkurs Bild 1 welche schneckenart? Schneckenkurs Bild 2

 


Durchgeführte Kurse 2007

 

Botanikexkursion Rehag

Der Frühling lockte dieses Jahr über 20 Botaniker und Botanikerinnen aus dem Haus ins Gebiet des Rehags. Unter professioneller Leitung konzentrierten sie sich vor allem auf die aussergewöhnliche Flora des Gebiets und konnten dabei ihr Wissen auffrischen und erweitern.

Eulen und ihre Jungen

Im Mai 2007 konnte eine begeisterte Teilnehmerschaft der ersten Eulenexkursion live erleben, wie in einem Wald bei Oltingen drei flauschige junge Waldkäuzchen von Ueli Schaffner beringt wurden. Zwei Wochen später erhielten acht junge Schleiereulen aus einer Scheune bei Rothenfluh einen Ring. Diese beiden tollen Erlebnisse dürften den Exkursionsteilnehmenden nicht zuletzt wegen der schönen Fotos, die sie von den putzigen Eulenkindern machen konnten, noch lange in Erinnerung bleiben.

junge Schleiereulen


 

Abschluss Feldornithologie- und Feldbotanikkkurse 2012-2014

Der BNV gratuliert den erfolgreichen Absolventen und wünscht ihnen weiterhin viel Freude in der Natur. Wir hoffen, dass sie ihr Wissen in ihrem Umfeld weitergeben oder gar in einem Natur- und Vogelschutzverein einbringen.

Unsere neuen Feldorrnithologinnen und Feldornithologen:

09 FOK-2012-2014 web

Urs Baumgartner, Margit Becker, Denise Binggeli, Walter Buchmann, Regula Bürgin-Gass, Edith Comte, Regula Derrer, Nathaline Erne, Christian Feigenwinter-Wacker, Karin Feigenwinter-Wacker, Ingrid Geiser, Corinne Girard, Alena Herren, Roland Hochuli, Clemens Hohl, Andrej Iwangoff, Christine Junod, Sabine Lerch, Benjamin Lutz, Anette von Matt, Esther Minder, Joanna Mundhenke-Armitage, Sara Oakeley, Damian Oliver, Matthias Pfisterer, Yvonne Reisner, Merline Roth, Melanie Sachs, Philipp Schluchter, Annegret Schnider, Bahar Sezer Widmer, Richard Spiegel, Renata Springer, Leonie Stahel, Ursula Steinegger, Alfons Studer, Bruno Thoma, Susanne Villiger, Lieselotte Walter, Iago Wennberg, Raja Werner, Jeanette Wipf, Myrtha Wüthrich, Patricia Wyss

Unsere neuen Feldbotanikerinnen und Feldbotaniker:

09 FBK-Diplom-14 web

Madeleine Beglinger, Irène Böhm, Andreas Borer, Fritz Brunner, Pascal EicherDoris Fullin, Andrea Hecker, Christoph Hügli, Franziska Infanger, Regina Meury, Martina Nonn, Jeannine Pauli, Marie-Therese Rey, Kurt Waldner, Hanspeter Wenger, Tom Wernli 

Dank

Mit dem Abschluss der beiden Kurse verabschieden sich beide Leiterteams aus den Feldbiologiekursen. Lange Jahre haben sie viele Interessierte in die Kunst der Naturbeobachtung eingeführt, haben in ihnen das Feuer des Forschens entfacht, die Freude geweckt für alltägliche und doch wertvolle Begegnungen mit der Natur. Der BNV bedankt sich, dass es ihnen immer wieder gelungen ist, das Naturverständnis wie es der BNV in seiner Politik lebt, weiterzugeben und zu verankern. Viele ihrer Ehemaligen sind in den Natur- und Vogelschutzvereinen aktiv. Herzlichen Dank an das Leiterteam des FOK mit Gerhard von Ah, Edi Baader, Paul Gass, Liesbeth Lerch, Barbara Mächler. Ein grosser Dank geht auch an das langjährige Duo des FBK Daniel Genner und HansJörg Müller.

Suzanne Oberer-Kundert 

 

Erfolgreicher Abschluss des LFS-Kurses

Während einem Jahr nahmen die 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BNV-Kurses zum Lokalen Fledermausschützenden an den monatlich stattfindenden Theoriestunden und den sommerlichen Exkursionen teil. Sie befassten sich mit der Biologie, der Lebensweise und den Schutzbedürfnissen unserer rund 30 einheimischen Fledermausarten und übten sich unter anderem im Erkennen von Quartieren, Beraten bei häufigen Fledermausfragen und Protokollieren von Ausflugszählungen. Beim eintägigen Ausflug an die Geschäftsstelle der Schweizerischen Stiftung für Fledermausschutz in Zürich konnten die Kursteilnehmenden an Präparaten auch einen kleinen Einblick in die doch sehr schwierige Artbestimmung bekommen.

Der BNV gratuliert den LFS ganz herzlich zu diesem Erfolg. Es ist toll, dass damit die ersten offiziell im Kanton ausgebildeten Fledermausfachpersonen dazu beitragen, die meist bedrohten Fledermausarten zu schützen!

Unsere neuen Lokalen Fledermausschützenden:

lfs 2014 web

Thomas Aebischer, Michael Armbruster, Roland Armbruster, Fritz Brunner, Corinne Dünneisen, Hanspeter Feldner, Martin Furler, Corinne Girard, Katharina Gunzenhauser, Kurt Häring, Mägi Hochuli, Marianne Huber, Sarah Hummel, Lucia Kruspan, Roland Lehmann, Sonja Lehmann, Britta Lorenz, Sabine Mari, Fredi Mürner, Patrick Saladin, Katja Sander, Ueli Schaffner, Ines Schauer, Therese Schulthess, Sibylle Sommer, Lucretia Wyss

Céline Martinez-Ernst