Der  regional verankerte Verein Wildbiss möchte Früchteliebhaber, Früchtesammler und Spezialitäten-Produzenten mit Baum-Besitzern vernetzen, indem eine Internetplattform aufgebaut wird.



Vogelzug auf der Ulmethöchi erforscht


Seit über 40 Jahren untersuchen Mitglieder des BNV den herbstlichen Vogelzug im Jura auf der Ulmethöchi. Jetzt liegen erste wissenschaftliche Auswertungen dieses langfristigen Projekts vor.

Die erste Arbeit

widmet sich den langfristigen Veränderungen im Auftreten der Zugvögel. Gewisse Arten sind im Lauf der Jahre häufiger, andere seltener geworden.

>>> PDF-Datei "Langzeittrends" (780 KB) <<<


Die zweite Arbeit

stellt das tageszeitliche und saisonale Auftreten der Singvögel vor. Einige Arten ziehen nur in der Dämmerung, andere bevorzugt vormittags, wieder andere den ganzen Tag, gewisse schon im September, andere erst Ende Oktober.

>>> PDF-Datei "Singvögel" (1,6 MB) <<<


Die dritte Arbeit

"Invasive Arten" geht der Frage nach, ob sich die einzelnen Vögel einer Art in invasiven Jahren von denjenigen in "normalen" Jahren unterscheiden.

>>> PDF-Datei "Vogelwarte 2008 Invasionsjahre Normaljahre" (910 KB) <<<


Die vierte Arbeit

im "Journal for Ornithology" erschienen "Between-species correlations in the number of migrants at Ulmethöchi, Switzerland" ("Korrelationen zwischen Arten in der Zahl der Durchzügler auf der Ulmethöchi, Schweiz") darf wegen des Copyrights des Verlags nicht aufgeschaltet werden.
Die PDF-Datei kann aber auf der BNV-Geschäftsstelle kostenlos bezogen werden. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Die fünfte Arbeit

Diese wissenschaftliche Auswertung der gesammelten Ulmetdaten widmet sich dem Auftreten der Ringeltaube. Ihr Durchzug charakterisierte sich in den vergangenen 21 Jahren durch stark ausgeprägte Schwankungen in den Tagesbeobachtungen. Auch mitten in der Hauptzugszeit gab es Tage ohne Ringeltaubenzug, während an Spitzentagen über 10'000 Ringeltauben gezählt werden konnten.

>>> PDF-Datei "Phänologie und Wetterabhängigkeit des Herbstzuges der Ringeltaube Columba palumbus auf der Ulmethöchi im Jura: Massenzugtage nach Zugstaulagen" (420 KB) <<<

Seit 2008 werden in sechs Landwirtschaftsgebieten Basellands Brutvogelkartierungen durchgeführt. Im Fokus stehen Kulturlandbewohner, zum Beispiel Feldlerche, Neuntöter, Goldammer, Gartenrotschwanz, Schwarzkehlchen und Turmfalke.

Die Daten ermöglichen wichtige Rückschlüsse über Auswirkungen auf die Brutvogelfauna durch Veränderungen der landwirtschaftlichen Nutzung im Kanton. Die Kartierungen wurden bis 2015 durch das Projekt HOPP HASE organisiert, welches im Jahr 2016 endete.

Dank der Finanzierung durch den Swisslos-Fonds Basel-Landschaft können die Brutvogelkartierungen bis und mit 2020 weitergeführt werden. logo swisslos bl farbigDas Fortführen der Kartierungen wird zu einer Datenreihe führen, mit der längerfristige Bestandestrends dargestellt und untersucht werden können.

Dem BNV wird es erlauben, in punkto Entwicklung der Brutvögel im Landwirtschaftsgebiet stets auf einem aktuellen Stand zu sein. Dies ist wichtig, da Landwirtschaft bewohnende Vogelarten überproportional gefährdet sind (vgl. zum Beispiel die schweizerische Rote Liste der Brutvögel).
 
Die Kartierungen werden durch ein grosses Team von Feldornithologen sichergestellt – alleine im laufenden Jahr sind 27 Personen unterwegs! Immer wieder finden dabei auch Absolventen der BNV-Feldornithologiekurse hier einen spannenden Einstieg in die Welt der Vogel-Kartierungen.

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Die 6 Projektgebiete.
1: «Therwil», 2: «Reinach», 3: «Laufen», 4: «Brislach», 5: «Wenslingen», 6: «Anwil»



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Eine Auswahl der wichtigsten Zielarten der Brutvogelkartierungen.













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 Entwicklungen von Feldlerche und Schwarzkehlchen. Die Feldlerche nimmt stark ab, das Schwarzkehlchen entwickelt sich hingegen klar positiv.














Vogelzug/Ulmet

Auf der Ulmethöchi ob Lauwil auf 973 m ü.M. werden von Ende September bis Anfang November die durchziehenden Vögel beobachtet, registriert und vereinzelt gefangen. Die Ulmetaktion steht unter dem Patronat der Schweizerischen Vogelwarte Sempach.

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Blick nach Osten auf die Ulmethöchi

 

Einzelne mit feinen Nylonnetzen gefangene Kleinvögel werden beringt, vermessen und gewogen. Diese Beringungsdaten zeigen die körperliche Verfassung der Zugvögel, und liefern Angaben über die Alters- und Geschlechterzusammensetzung der Zugvogelpopulationen. Die Zahlen der durchziehenden Vögel geben Aufschluss über langfristige Veränderungen der Populationen. Sie lassen mit der Zeit auch mögliche Einflüsse wie z.B. der Klimaerwärmung auf den Vogelzug erkennen. Seit 1962 konnten 99 verschiedene Vogelarten beringt werden.
Besucherinnen und Besucher sind willkommen. Die Ulmethöchi erreichen Sie mit der Wasserfallenbahn über Bürden oder Vogelberg. Sechs Tafeln zum Vogelzug informieren Sie über das alljährlich im Herbst stattfindende Phänomen. Oder mit dem Bus Liestal - Reigoldswil - Lauwil. Ab Lauwil gilt allgemeines Fahrverbot. In etwa 45 Minuten erreichen Sie die Ulmethöchi zu Fuss (Landeskarte 1:25’000 Blatt 1087 Passwang). Neben einem Feldstecher empfehlen wir warme, winddichte Kleidung.
Interessierte Personen, die gerne eine Woche mithelfen möchten, melden sich bitte frühzeitig beim Co-Obmann der Ulmetkommission
Martin Furler, Wildensteinerstrasse 53, 4416 Bubendorf, Privat: 061 931 21 12, Natel: 079 689 68 41, Geschäft: 061 921 36 11, Fax: 061 921 37 35 oder Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

>>Karte, Anfahrtsweg und Details Ulmethöchi<<


Zahlen

Oft werden uns Fragen gestellt wie: "Wie viele Vögel wurden auf der Ulmet bereits beringt", oder "Welcher Vogel geht nur selten in die Netze". Die Fangzahlentabelle gibt Auskunft über die 98 bisher beringten Vogelarten: in welchem Jahr erfolgte der Erstfang und wie hoch ist das Total jeder einzelnen Art.

>> Fangzahlentabelle 1962–2016<<

>>Zusammenzug ausgewählte Beobachtungen 2005–2016<<

 

Ulmetaktion 2017

Leitung/Beringung in den jeweiligen Wochen

23.09. - 30.09.

Nicolas Strebel / Viktor Roth / Simon Hohl

30.09. – 07.10.

Mathias Oberer / Corine Jeker / Iago Wennberg (Schulferien)

07.10. – 14.10.

Martin Furler (Schulferien)

14.10. – 21.10.

Ueli Lanz / Gerald Kohlas

21.10. – 28.10.

Luzius Fischer / Max Leuenberger

28.10. – 04.11.

Matthias Kestenholz / Max Leuenberger

   

Weitere neue Forschungsergebnisse von der Ulmethöchi

Zwei frisch erschienene Publikationen analysieren das invasionsartige Auftreten von Meisen und gewisser anderer Singvögel auf dem Herbstzug. Die beiden Arbeiten sind in den renommierten ornithologischen Fachzeitschriften "Die Vogelwarte" und "Journal of Ornithology" erschienen. Weitere spannende Auswertungen des umfangreichen, über mehr als 40 Jahren gesammelten Datenmaterials sind im Gang.

> ausführlich siehe "wissenschaftliche Auswertung" <


Fangzahlen

Die Fangzahlen werden jedes Jahr im Jahresbericht publiziert.


Fernsehberichte

>>Tageschaubericht vom 5. Oktober 2008>>
>>Schweiz Aaktuell vom 22. Oktober 2010>>

Der Vogelzugweg wurde anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums eingerichtet. Er führt von der Wasserfallen zur Ulmethöchi. Der Lehrpfad orientiert über das Phänomen Vogelzug, das sich alljährlich in diesem Gebiet abspielt. Die Fortsetzungsgeschichte vom kleinen Distelfinken bietet auch für Kinder einen Einblick in das Leben eines Vogelkindes. 
Die sechs Tafeln sind unten abgebildet und können als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Karte Vogelzugweg
















 

 

Vogelzugweg Tafeln1 Vogelzugweg Tafeln2 Vogelzugweg Tafeln3  Vogelzugweg Tafeln4 Vogelzugweg Tafeln5  Vogelzugweg Tafeln6

 

 

 

 

 

 

 

 










 

Grösser anschauen? Auf die einzelnen Tafeln klicken.

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